Wohnen und Sein e.V.  Betreuung psychisch kranker Menschen
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“Die psychische Erkrankung - eine unsichtbare Behinderung” Menschen mit einer psychischen Erkrankung sehen überwiegend so aus wie alle Menschen in der Gesell- schaft. Der Verlust der Realität führt meist erst nach Jahren zu einer auffälligen Wesensveränderung, die eine medizinische Behandlung oder einen stationären Aufenthalt notwendig macht. Die Ursachen und Zusammenhänge einer psychischen Erkrankung sind medizinisch wie menschlich ein komplexer Bereich sowohl für Betroffene, Angehörige, Ärzte und das betreuende Personal. Durch die heutigen medizinischen Erkenntnisse ist die Behandlung psychisch kranker Menschen einfacher geworden. Die medizinische Versorgung sowie die soziale Fürsorge sind ein hilfreicher Verbund im Umgang mit der Krankheit, den Krisen oder den Wiedererkankungen. Der Weg vom "fremd"-bestimmten Patienten hin zum einsichtigen, eigenverantwortlichen und anpassungsfähigen Menschen mit dem wir in der Gesellschaft leben können, ist nur möglich, wenn der psychisch Erkrankte wieder einen neuen Sinn für sein Leben finden kann, der ihn mit seinem behinderten Dasein aussöhnt und er eine Aufgabe findet, die seinen veränderten Lebensqualitäten entspricht. Leider sind durch die Automatisierung unserer Arbeitswelt viele einfache Dienstleistungsberufe verschwun- den. So wurden für den psychisch Kranken Arbeitsplätze in einem überwiegend beschützten Rahmen ent- wickelt. Doch für einen Großteil der Erkrankten steht überhaupt kein Arbeitsplatz zur Verfügung. Unsere Erfahrungen und Beobachtungen führen immer wieder zu Erneuerungen in unserer Betreuungs-form. Die meisten Bewohner leben bei uns schon viele Jahre. Zwischen den Bewohnern und den Betreuern entsteht durch ein lebendiges Miteinander ein gesundes Vertrauensverhältnis, was bedeutet, sie können sich jederzeit auf uns verlassen. Zur Entwicklung eines "Selbst"-Verständnisses bedarf es lebendiger Seins- und Betreuungsstrukturen und die Bereitschaft zum Voneinander-Lernen. Für uns wichtige Lernstrukturen sind: Wichtig nehmen, Wahrnehmen, Geduld, Parität, Vorbild sein, Anteilnahme, Beurteilung von Verhaltens- strukturen, Erkennen von Bedürfnissen, Umgang mit übertriebenen Erwartungshaltungen.